EdelWise Investment Approach

February 1, 2018

„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“

-Warren Buffet-

 

Anfang eines jeden Jahres schmücken Marktausblicke viele Zeitungen. Analysen und Ratschläge sollen uns dabei helfen, mit unseren Investitionen Geld zu verdienen und das bereits investierte Kapital weiter zu vermehren. 

 

Die einführenden Worte von Warren Buffet sollen nachdenklich in die nachfolgenden Zeilen und Ausführungen stimmen. Anlagen zu tätigen, ist heute mehr denn je schwierig. Gier und Angst befeuern den Finanzmarkt und beeinflussen ihn grenzenlos. 

 

Wiktionary schreibt dem Wort „Gier“ die folgende Bedeutung zu: unmässig, massloses Verhalten.

Synonym dafür: Habsucht.

Das Wort „Angst“ wird als Furcht, Sorge, Panik beschrieben. Es bedeutet auch eine existenzielle Angst oder Sorge. Interessant ist, sich das Gegenteil von Angst vor Augen zu führen: Freude, furchtlos, gelassen, Mut.

 

Die Aufschlüsselung der obererwähnten Worte von W. Buffet könnten sein: 

„Wenn alle investieren, dann pass auf, sei auf der Hut und wäge ab. Verfallen sie jedoch in Panik, mach Dich bereit, zu investieren, beweise Mut und Furchtlosigkeit.“

 

Intelligent anzulegen, ist seid jeher eine Kunst. Dabei stellen sich viele Fragen. Einige davon möchten wir nun näher erörtern. Wir setzen bei der Beantwortung der nachfolgenden Fragen voraus, dass eine Gesamtbetrachtungsweise Ihrer persönlichen Situation abgeschlossen ist, so dass auch immobile Vermögenswerte wie Immobilien, Sammlungen aller Art und Private Equity in die Antworten einfliessen.

 

Welchem Berater und welchem Bankinstitut kann man trauen? Welche Gefahren bergen sich hinter angeblich sicheren Anlageklassen? Was bedeutet Risiko? Gibt es denn überhaupt eine „richtige“ Strategie? Und woran wird der Anlageerfolg gemessen?

 

Welchem Berater und welchem Bankinstitut kann ich trauen?

Diese Frage beschäftigt viele Kunden, ohne dass sie eine Antwort darauf haben. 

Grundsätzlich ist eine Bank bestrebt, Geld zu verdienen. Dies tut sie auf mannigfaltige Weise. Wertschriften-Gebühren und -Courtagen aller Art sind dabei ein wichtiger Treiber. Diese schmälern den Ertrag eines Portfolios erheblich und dienen nicht selten nur der Bank. 

 

Berater einer Bank zu sein, ist heute alles andere als einfach. Sieht sich der Berater als KUNDEN- oder als BANKberater? 

 

Sieht er sich als Kundenberater, wird er die Interessen seiner Kunden an oberster Stelle setzen. Er wird sich darüber Gedanken machen, wie die globale Situation seines Kunden aussieht und alles daran setzen, ihn zu verstehen. Womöglich eignet sich nicht jeder Kunde zur Investition seiner Guthaben. Möglicherweise sind Investitionen in die Familie, in Immobilien oder in die Pensionierung vordergründig. 

 

Ein klares Merkmal eines KUNDENberaters zeigt sich auch darin, dass nur die besten Anlagevehikel in einem Kundenportfolio wieder zu finden sind und auch fremde Anlagen darin Platz haben; und nicht ausschliesslich die Produkte seines Arbeitgebers. 

 

Welche Gefahren bergen sich hinter angeblich sicheren Anlageklassen?

Spareinlagen, Obligationen, Aktien, Hedge Fonds, Private Equity. Die Übersicht über all die angebotenen Anlagevehikel zu behalten, ist für Kunden oft schwierig. Angebliche Strategien werden bis zu einer gewissen Betragshöhe standardmässig „verkauft“. 

 

Vor allem in globalen Strategiefonds werden oft all die obererwähnten Anlageklassen eingeschlossen. Die Risiken hinter einem Hedge Fond können weit höher ausfallen als bei einer Obligationsanleihe. Dabei spielt die Komplexität eine gewichtige Rolle. Mit einer Obligation wird einer Firma wie Nestlé oder Geberit einen Kredit für eine bestimmte Laufzeit und einem vorher festgesetzten Zinssatz gewährt. Bei Ablauf wird dieser Kredit samt Zinsen zurückbezahlt. 

 

Soweit so gut. Doch wie verhält es sich mit Hedge Fonds, die auch in defensiven Strategien zu finden sind? Die Komplexität dieser Anlageklasse, auch wenn situativ sehr sinnvoll, übersteigt das Wissen vieler Kunden (und deren Berater…).

Wie gefährlich solche Konstrukte sein können, zeigte sich insbesondere in der letzten Immobilienkrise 2007 - 2009. Hedge Fonds mit dem Namen „Absolute Return“ wurden Kunden mit geringem Risiko verkauft. Die Bandbreite der Erträge sollte dann auch die defensive Ausrichtung dieser Anlage widerspiegeln. Die meisten Berater konnten damals nicht erklären, was für Investitionen in diesen Produkten eingeschlossen sind. Spargut-haben im grossen Masse wurden als Alternative zu den Spareinlagen und der Aussicht auf grössere Gewinne investiert. 

 

Die Geschichte zeigt jedoch wie gefährlich es ist, in komplexe Strukturen zu investieren. Das Absolute Return Abenteuer drehte zum Fiasko und viele Kunden ins Elend! Gier nach mehr Zins und Angst vor dem Totalverlust.

 

Im heutigen Umfeld tiefer Zinsen sind Aktien hoch im Kurs. Die letzten Jahre, seit 2009 steigen die Aktienmärkte kontinuierlich an, sprechen für diese Anlageklasse. Mangels Alternativen in andere Anlageklassen werden die Aktienmärkte heute bevorzugt. 

 

Doch auch wenn Unternehmen wie Nestlé, Novartis, Zurich, Bâloise und viele mehr ansehnliche Dividenden bezahlen, ist das Marktschwankungsrisiko nicht von der Hand zu weisen. Warren Buffet gibt dazu folgenden Rat: „Kaufe eine Aktie, wenn Du Dir wünschst, dass Dir das Unternehmen gehört - nicht wenn Du Dir wünschst, dass die Aktie steigt.“ Wer diesen Rat befolgt, befasst sich zuerst mit der Unternehmung, versteht deren Geschäft und ist überzeugt, dass die erbrachte Dienstleistung nachhaltig ist. 

 

Kapitalgewinnorientierte Anleger neigen hingegen dazu, sich von ihren Gefühlen von Angst und Gier leiten zu lassen und im falschen Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen. 

 

Was bedeutet Risiko?

Wikipedia sagt dazu folgendes: 

Risiko (Wagnis, Gefahr) wird in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedlich definiert. Allen Definition gemeinsam ist die Beschreibung des Risikos als Ereignis mit möglicher negativer (Gefahr) bzw. positiver (Chance) Auswirkung. Da nicht alle Einflussfaktoren bekannt sind, bzw. vom Zufall abhängen, ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Unter einem Wagnis wird fachsprachlich „das Eingehen eines Risikos bzw. das Einlassen auf eine risikohaltige Situation“ verstanden.

 

Interessant ist, dass das Wort Risiko sowohl negativ als Gefahr wie positiv als Chance bezeichnet wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch assoziiert man Risiken mit negativen Ereignissen.

 

Im Banken-Jargon jedoch misst das Risiko die Schwankungsbreite einer Anlage oder eines Gesamtportfolios.

 

Betrachten Sie also den Begriff „Risiko“ als neutral. Dadurch eröffnet sich ein pragmatischer Blick auf mögliche positive sowie negative Schwankungen einer bestehenden oder neuen Anlage. Dies hilft Ihnen in der Entscheidfindung. 

 

Das Risiko im Anlagekontext beinhaltet zwei Komponenten: die Risikofähigkeit (bin ich persönlich in der Lage, mögliche Schwankungen finanziell zu tragen) und die Risikowürdigkeit (wie ist mein Gefühl, wenn ich mit dieser Investition Geld verliere). Sämtliche Risikoanalysen von Banken basieren auf diesen zwei Aspekten. Und das ist auch richtig so!

 

Gibt es denn eine „richtige“ Anlagestrategie?

Ja, die gibt es. 

Für viele Kunden wurden die zu investierenden Gelder mühsam erspart. Dahinter stecken Entbehrungen, Fleiss und Disziplin. Die Frage nach der richtigen Anlagestrategie wird dann zu einer persönlichen Angelegenheit. Darum sollte ein Investitionsentscheid immer auf die jeweiligen Bedürfnisse des Kunden basieren. Dafür gibt es keine Standardlösungen, unabhängig der Höhe der ersparten Mittel. 

 

Um die richtigen Investitionsentscheide zu fällen, sind die nachfolgenden Faktoren eminent wichtig:

 

Anlagehorizont:

Die Zeitdauer einer Investition ist über die Zusammensetzung eines Portfolios äusserst wichtig. Dabei spielen die Schwankungen der einzelnen Anlageklassen eine entscheidende Rolle. 

 

Risikomass:

Das Risikomass gibt Auskunft über die Bereitschaft, Marktschwankungen tragen zu können. Risikofähigkeit und

-würdigkeit sind dabei entscheidend. 

 

Renditeerwartungen:

Investiere ich mit dem Ziel des Kapitalerhalts wird die Renditeerwartung entsprechend tief ausfallen, die Investitionsdauer verkürzt sich dann markant. Habe ich hingegen das Ziel, eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften, werde ich auch höhere Risikoschwankungen und einen längeren Zeitrahmen in Kauf nehmen.

 

Auf die Frage eines Journalisten der Luzerner Zeitung, wie sich sein Vermögen im 2017 entwickelt hat, antwortete Oswald Grübel: „Für mich zählt allein die Frage, wie sich mein Vermögen teuerungsbereinigt entwickelt hat. Ich will mindestens halten können.“ 

Seine Ziele sind klar definiert. 

 

Lebensumstände:

Wo stehe ich im Leben? Habe ich Familie? Stehe ich kurz vor der Pensionierung? Stehen Anschaffungen vor der Tür wie eine Immobilie, ein Auto, Ferien? Solche Fragen führen unweigerlich dazu, Rückstellungen zu tätigen, die keinen Marktschwankungen ausgesetzt werden dürfen. 

 

Woran wird der Anlageerfolg gemessen?

So unterschiedlich die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden sind, so unterschiedlich wird Erfolg gemessen. 

 

Für den einen Marathonläufer ist es wichtig zu gewinnen, für den Anderen hingegen ist es überhaupt ein Erfolg, wenn er die ganzen 42 Kilometer laufen konnte und wohlbehalten ans Ziel kommt. 

 

Erfolg kann nur gemessen werden, wenn er klar definiert wurde. Nehmen wir nochmals den Marathonläufer. Zu wissen, dass die Strecke 42 Kilometer misst, gibt ihm eine Messlatte. Erreicht er das Ziel, ist er erfolgreich, erreicht er es nicht, ist er gescheitert. 

 

Der Anlageerfolg wird in Prozenten gemessen. Denken Sie bitte darüber nach, in Zukunft Ihr Kontostand Ende Jahr mit dem des Jahres zuvor zu vergleichen. Entspricht der Wachstum Ihren Erwartungen? Wenn ja, machen Sie weiter so! Wenn nein, wieso nicht? Was kann geändert werden, um zukünftig positive Renditen und Wachstum zu erzielen?

 

Wir sind uns bewusst, dass diese Fragen für professionelle Anleger zur Grundlage der Anlageentscheidung gehören und hinlänglich bekannt sind. Und doch werden diese Fragen häufig sträflichst vernachlässigt.

Sie sind die Grundlage einer jeden nachhaltigen Investition!

 

Sie werden nicht erstaunt sein, wenn wir behaupten, diese Fragen als fester Bestandteil unserer Beratungstätigkeit mit Ihnen zu erarbeiten. Unser seit vielen Jahren erprobter Beratungsansatz basiert auf die Gesamtbetrachtungsweise Ihres Vermögens. Wir freuen uns, Sie zum erwünschten Ziel zu führen! 

 

Und denken Sie bitte daran: Es ist nicht die Frage ob, sondern wie ein Problem angegangen und gelöst wird.  

 

Robert Nef

Senior Partner,

EdelWise Solutions - 1. Schweizer Finanz- und Auftrittsoptimierer

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Empfohlene Einträge

Preview Female Business Seminars, am 6. Feb., um 18h, in The Gallery, Löwenstrasse in Zürich

January 21, 2019

1/1
Please reload

Aktuelle Einträge

February 3, 2018

Please reload

Archiv
Please reload

Schlagwörter